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Die Brut

 


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Die Brut

Wenn man eine Zucht aufbauen will muss man es mit der Brut versuchen. Doch auch für diejenigen, die das Aufwachsen von kleinen Küken miterleben wollen, ist die Brut ein interessantes Kapitel.

Grundbegriffe zur Brut
Schieren: Schieren ist ein durchleuchten der Eier mit einer hellen Lampe, dabei werden unentwickelte Eier ausgesondert. Befruchtete Eier erscheinen durch die Schierlampe leicht rötlich, unbefruchtete blaß und hell. Zudem zeigen befruchtete Eier einen dunklen Sektor, von dem aus die bereits entwickelten Blutgefäße ausgehen ("Spinne"). Bereits abgestorbene Eier können einen kleinen, oft kaum beweglichen Punkt oder "Blutgefäßstriche" aufweisen. Unbefruchtete und abgestorbene Eier sind zu entfernen. Das gilt auch beim Schieren, sowie bei der Umlage in die Schlupfhorde. Allerdings ist es angebracht die Eier bei denen man sich nicht ganz sicher sind, ob sie noch etwas werden oder nicht, nicht gleich zu entfernen, sondern erst noch eine Zeitlang zu beobachten.
Geschiert wird in der Regel am 7 und 12. Bruttag, wobei man am 7.Bruttag meist noch keine klaren Ergebnisse sehen kann, Eier mit brauner Schale werden in der Regel etwas später geschiert.
Die Glucke: Als Glucke wird die Bruthenne bezeichnet weil sie während der Brut und bei der Aufzucht der Küken ständig "gluck" - Laute von sich gibt.
Allgemeines zu den Eiern: Um das bestmögliche Schlupfergebnis zu erzielen, sollten Sie nur Bruteier gleicher Größe und Geflügelart einlegen. Verwenden Sie nicht für die jeweilige Geflügelart zu große und nicht zu kleine Eier. Ebenso nicht zu spitze und nicht zu runde Eier. Spitze oder zu runde Eier können zu schwachen Küken führen. Die Bruteier sollen sauber sein, ohne Wasser zum Waschen verwendet zu haben. Eier mit rauher Schale sollten nicht verwendet werden, da sie zuviel Kalk enthalten und somit die gleichmäßige Entwicklung des Embryos verhindern, was ein absterben im Ei zur Folge haben kann.
Die richtige Wahl, die artgerechte Haltung, die vielseitige Ernährung der Elterntiere sind wesentliche Voraussetzungen für die Eiererzeugung.
Das Alter der Eier: Die Eier sollten natürlich so frisch wie möglich sein. Bei Eiern, die älter als 2 Wochen sind erzielt man meist nur noch mäßige Bruterfolge. In den allermeisten Fällen sterben die Embryos während der Entwicklung ab oder die Küken picken zwar beim Schlupf die Kalkschale noch an, sterben dann aber ab. Selbst geschlüpfte Küken aus alten Eiern schwächen in der Regel, nehmen schwieriger Nahrung auf und verenden oft frühzeitig.
Am besten ist es, wenn man auf die Eier das Legedatum mit Bleistift schreibt.
Die Lagerung der Eier: Muss man die Eier noch sammeln lagert man sie bei 8°-12° (maximal 50°) und stellt sie dabei auf die Spitze, alternativ kann man die Eier auch auf die Seite liegend lagern, jedoch muss man sie dann täglich mindestens zwei mal drehen (damit sich der Dotter nicht absenkt).
Bruteierversand: Hat man sich Bruteier schicken lassen, sollte man sie vorher mindestens 48 Stunden ruhig liegen lassen, bevor man sie zur Brut benutzt. Allerdings habe ich schon des öfteren gehört, dass es bei der Lieferung Probleme gab. Das heißt bei den befruchteten Eiern waren die Hagelschnüre gerissen, sogar die Luftblasen sollen bei einigen Eiern geschwommen sein.


Die Naturbrut
Als es noch keine Brutmaschinen gab war die Naturbrut die einzige Möglichkeit den Bestand einer Art zu sichern. Doch als die ersten Brutmaschinen erfunden wurden, wurde es für die Großbetriebe (und auch für Kleinbetriebe) immer billiger die Kunstbrut einzusetzen. Der Bruttrieb wurde (vor allem bei den Hühnern) fast vollständig weg gezüchtet, wodurch eine höhere Legeleistung erzielt wurde, und die Erhaltung des Bestandes wurde in die Hände des Menschen gelegt.
Doch gibt es noch einige Rassen, bei denen der Bruttrieb noch erhalten geblieben ist oder zumindest noch in Ansätzen vorhanden ist.

Allgemeines:
Grundsätzlich kann man der Naturbrut einen gewaltigen Vorteil anerkennen: Die Küken aus der Naturbrut haben, im Gegensatz zu den Küken aus der Kunstbrut, eine Mutter. Auch können Sie sich viel schneller unter die Erwachsenen Hühner eingliedern und haben auch viel weniger Angst vor diesen.
Küken aus der Kunstbrut müssen sich alles selbst beibringen. So geht ein natürlicher Brauch verloren: Dass die Erwachsenen ihr Wissen an die Kinder weitergeben. Und woher sollen die kleinen Küken wissen wer Freund und wer Feind ist, woher sollen sei wissen wie man Mücken fängt, was man fressen kann und von was man besser "die Finger" lässt? Sicher, mit der Zeit lernen sie alles selbst, aber alles dauert viel länger! So fangen zum Beispiel junge Hähne aus der Naturbrut viel früher mit dem Krähen an wie Hähne aus der Kunstbrut.
Die Naturbrut bereitet uns Menschen auch viel weniger Arbeit, denn die Glucke übernimmt fast alle Aufgaben: Haben wir ihr ein Nest und die Eier zugeteilt, beginnt sie mit dem Brüten und wir haben kaum noch Aufgaben zu erledigen.
Die Probleme mit Klima und Luftfeuchtigkeit fallen ebenso wie das Wenden weg, weil die Glucke alles automatisch und selbständig richtig macht.
Um eine Henne zum Brüten anzuregen kann man ihn angeblich Haferflocken füttern, auch kann ich sagen, dass ein leeres Nest keine Henne zum Brüten anlockt.
Das Nest: Hühner und Enten haben bestimmte Kriterien, was das Nest angeht:
· Es sollte eine möglichst dunkle Stelle sein
· Die Fläche sollte ungefähr so groß sein wie die einer Kiste
· Die Henne sollte das Nest jederzeit verlassen können um Futter und Wasser zu sich zu nehmen und um zu koten.
· Das Nest sollte möglichst weich und bequem sein.
· Vorgeformte Kuhlen werden lieber angenommen als flache Schichten.
Ist es nicht möglich der Henne ein Nest zur Verfügung zu stellen, das es zuläßt, dass es die Henne zum fressen, saufen und koten verlässt, muss man die Henne jeden Tag mindestens für 5 Minuten vom Nest nehmen. Es wäre auch nicht schlecht, wenn die Henne während dieser Zeit ein Sandbad nehmen könnte.
ACHTUNG: Die anderen Hühner dürfen auf keinen Fall die Möglichkeit haben in das Nest der brüteten Henne zu gelangen. Ideal wäre ein Raum, den die Glucke für sich alleine hätte. Warum dies so ist ?: Es kommt oft vor, dass die anderen Hühner die Glucke aus dem Nest vertreiben und ihre Eier in das Brutnest legen: à Hat man die Eier nun nicht mit einem Bleistift markiert, ist eine Zuordnung der Eier nun nicht mehr möglich, auch kann es sein, das die Glucke die Brut nach diesem Vorfall aufgibt. Das Problem hier ist allerdings, dass die Henne, die brüten will, meist in dem Nest zu brüten beginnt, in das die anderen Hühner am liebsten ihre Eier legen. So muss man vor der eigentlichen Brut die Glucke meist umsetzen!
Das Umsetzen der Glucke: Beim umsetzen der Glucke geht man so vor:
· Ein Nest mit den oben genannten Kriterien bauen
· Die Bruteier in dieses Nest legen
· Die Glucke auf das neue Nest setzen
· Der Glucke den Weg zum alten Nest versperren
Warum muss der Glucke der Weg ins alte Nest versperrt werden ?: Die Glucke wird sich anfangs nicht mit dem neuen Nest zufrieden geben (das kommt aber nach einer viertel bis halben Stunde). Während dieser Zeit versucht sie mit allen Mitteln ins alte Nest zurück zu kommen - Notfalls auch durchs Fliegen.

Das Einstreu: Als Einstreu in das Nest wird empfohlen:
· Ein ausgestochener Grasballen (auch angefeuchtete Torf- oder Sandschicht)
· Eine Schicht kurzgeschnittenes Stroh
· Eine Schicht Heu (eine vor geformte Kuhle nehmen Hühner gerne an)
Ich habe jedoch mit reinen Heunestern auch schon recht gute Bruterfolge bei meinen Hühnern erzielt.

Die Eier: Hühner und Enten können unterschiedlich viele Eier decken, auch gibt es unterschiede bei den verschiedenen Rassen. Grundsätzlich sollte das Tier die Eier noch gut decken können.
Hühner: Bei den Hühnern geht man von 16 Eiern für eine schwere, 12 Eier für eine mittelschwere und 8 Eier für eine leichte Henne aus.
Enten: Für Enten kann man ungefähr das gleiche sagen.

Die Brutzeit: Während der Brut (bei Hühnern ca. 21 Tage, bei den Enten ca. 26-28, bei Warzenenten ca. 35 Tage) hat man eigentlich keine Aufgaben.

Spezielles bei den Hühnern:
Brutrassen: Wie schon gesagt: Auf Grund des weg züchten des Bruttriebes kann man meist nicht mehr von einem intaktem Bruttrieb sprechen, zumindest nicht bei den im Handel erhältlichen Super-Lege-Rassen. Alte Rassen weißen diesen Bruttrieb meist noch auf, sie werden aber nur noch von wenigen Züchtern gehalten.
Als Faustregel gilt: Die schwarzen Hühner (Australorps, Bovas) weißen meist einen größeren Bruttrieb auf.
Sonstiges: Bei der Hühnerbrut muss man allerdings immer im Auge behalten, dass man Hühner nicht zur Brut zwingen kann. Denn entweder sie brüten oder sie brüten nicht. Sollte man sehr viel Wert auf Naturbrut legen, kann man die Eier auch von einer Pute ausbrüten lassen, die kann man nämlich (so viel ich weiß) zur Brut zwingen.
Den Hühnern macht es, wenn sie an den Menschen gewöhnt sind, in der Regel nichts aus, wenn man sie ab und zu vom Nest hebt, um sie zum fressen und koten zu verleiten oder um das Nest zu kontrollieren und in Ordnung zu bringen.
Spezielles bei den Enten:
Besonderheiten bei den Rassen: Von Natur aus sind Enten monogam, die Paarbindung findest bereits im September statt. Daher sollten auch bei Hausenten Zuchtstämme frühzeitig zusammengestellt werden. Wie groß der Zuchtstamm sein sollte, ist rassenabhängig sowie von der Größe des Auslaufs. Züchtet man auf kleinem Raum, wie es etwa in der Wirtschaftsgeflügelzucht der Fall ist, dann können auf einen Erpel durchaus einmal 6 bis7 Enten kommen. Bei Warzenenten ist dieses Geschlechtsverhältnis auch bei größeren Ausläufen möglich. Für die meisten Hausentenrassen haben sich jedoch Zuchtstämme von 1, 4 bewährt. Rassen wie Hochbrutflugenten, Smaragdenten oder Zwergenten, die im allgemeinen der Stockente noch relativ nahe stehen sollten jedoch höchstens ein Geschlechterverhältnis von 1 zu 4 haben. Dem Erpel können zwar auch bis zu 5 Enten gegeben werden, jedoch fühlt er sich dann nur mit 1 bis 2 verpaart, und nimmt die anderen erst nachdem die ersten Enten brüten. Im negativsten Fall sind Die Eier der "Überhangenten" unbefruchtet. Bei größeren Ausläufen gehen diese Enten meist eigene Wege. Wenn es die Räumlichkeiten zulassen kann man durchaus auch mehrere Entenpaare halten. Die Paare müssen sich aber bereist seit dem Herbst als Paar kennen und müssen sich gut aus dem Weg gehen könne, denn sonst kommt es unter den Erpeln zu heftigen Kämpfen. Besonders für brütende Enten besteht die Gefahr, wenn sie das Nest einmal zur Nahrungsaufnahme verlässt, dass sie von mehren Enten gleichzeitig vergewaltigt wird. Findest dies auf dem Wasserstatt, so besteht sogar die Gefahr, dass die Ente dabei ertrinkt.
Rassen, die noch gute Naturbruteigenschaften aufweisen sollten selbst ihre Küken erbrüten. Dies gilt vor allem für die Warzenenten, Hochbrutflugenten, Zwergenten und Smaragdenten. Aber auch bei Streicherenten, Rouen- und Rouenclair, Landenten und Cajugaenten sollte die Naturbrut gefördert werden. Die neuen Overberger Enten gelten nach Angabe ihres Erzüchters ebenfalls als zuverlässige Naturbrüter. Aylesbury-Enten, Deutsche Pekingenten sind ursprünglich reine Mastenten gewesen, bei denen man von Anfang an auf Naturbrut verzichtete. Campellenten und Laufenten dagegen wurden als reine Legeenten erzüchtet und auf hohe Eierträge selektiert. Brütende Vertreter dieser beiden Rassen zeugen eigentlich von Kreuzungen anderer Rassen. Heutzutage sind viele Enteneier aber eher ein Fluch als ein Segen, so dass besonders die bei Hobbyhaltern als Schneckenjäger begehrten Laufente ihre ursprünglich hohe Legeleistung verloren hat und vermehrt auch zur Brut schreitet. Allerdings sind diese Laufenten in der Regel aber nicht reinrassig, was bereits an ihrem schräg aufwärts gerichteten Gang zu erkennen ist. Reinrassige Vertreter dagegen stehen senkrecht auf ihren Beinen. In der Regel legen die meisten Rassen nur so viele Eier wie sie auch selbst decken können. Einige legen weitaus mehr und beginnen erst mit Ende der Legeperiode mit der Brut. Daher sollte man die Eier sammeln und sie später gesammelt der Brutente unterlegen. Ein sicheres Anzeichen, dass eine Ente mit der Brut beginnen möchte ist, dass sie beginnt sich Flaumfedern auszurupfen. Diese lassen sich leicht im Nest erkennen. Enten in Brutstimmung geben vermehrt "gekernte" Laute ab, wobei sie den Hals und den Kopf anziehen.
Nistgelegenheiten: Grundsätzlich gilt auch hier, dass mindestens doppelt so viele Nistgelegenheiten zur Verfügung stehen, wie Enten vorhanden sind. Wie sie aussehen sollten, ist sehr von den einzelnen Rassen abhängig. Allgemein lieben es Enten jedoch ihr Gelege sehr versteckt und im Halbdunkel anzulegen. Hat man einen größeren Schwimmteich, so können kleine Häuschen oder Kisten im Teich aufgestellt werden. Für Warzenenten haben sich Brutregale bestens bewährt. Diese haben den Vorteil, dass sich die Enten ihre Nisthöhle selbst aussuchen können. Smaragd- und Zwerg- und Hochbrutflugenten nehmen geflochtene Weidenkörbe die auf Ständern stehen sehr gerne an. Besonders bei letzteren ist das Hochbrüten ein Rassenmerkmal und man sollte darauf achten, dass die Nester hier auch ausreichend hoch angebracht sind. Ich habe schon davon gehört, dass sich eine Enten ausgerechnet einen Eulenkasten am Scheunengibel für ihre Brut ausgesucht hat. Nach dem Schlupf sollen dann die Küken einfach aus 10 Meter Höhe auf den Boden gesprungen sein und sich dabei auch nicht verletzt haben da Entenküken sehr leicht sind und quasi eher zu Boden segeln als fallen. Sie bereiten beim Sprung sogar ihre Flügel aus.
Interessant ist, dass gewöhnlich der Erpel die Wahl des Nistplatzes entscheidet. Oft man ihn im zeitigen Frühjahr beobachten, wie er in verschiedenen Nestern Probe sitzt.
Die Entenküken: Entenküken haben von Anfang an eine relativ hohe eigene Wärmeproduktion. Frisch geschlüpfte Küken (noch naß) können ihren eigenen Wärmehaushalt bis zu 10 Minuten aufrecht erhalten. Mit drei Wochen können sie ihn schon länger aufrecht erhalten. Mit vier Wochen halten sie sogar Temperaturen von bis zu -20°C aus.
Die Küken (Moulardenenten) aus 0,1 Stockentenabkömmling und 1,0 Warzenente schlüpfen nach 30 Tagen aus den Eiern. Männliche und weibliche Tiere dieser Kreuzung sind im Aussehen und in der Größe gleich. Diese Kreuzung wird vor allem unternommen, weil die Bastarde die Lebendmasse der Warzenente noch übertreffen und ein sehr frohwüchsiges Verhalten an den Tag legen. Mit 9 Wochen gelten sie als schlachtreif. Die weiblichen Kreuzungstiere haben verkrümmte Eierstöcke, die männlichen mehrkernige Samenzellen. Beide sind also unfruchtbar. Eine Verpaarung 1,0 Stockentenabkömmling mit 0,1 Warzenente ergibt unfruchtbare weibliche Tiere, die gelegentlich Paarungsverhalten zeigen und auch Eier legen. Die Erpel sollen hingegen teilweise sogar unfruchtbar sein. Diese Nachkömmlinge gleichen insgesamt eher den Warzenenten.
Naturinstinkte: Bei Enten sind zwei auffällige Naturinstinkte zu beobachten. Einmal befördern brütende Enten die Eier, die abgestorben sind aus dem Nest. Diese sollte man wegwerfen und nicht wieder versuchen ins Nest zu bringen. In der Regel entwickelt sich in den Eiern sogar Faulgas (H2S). Platzen diese Eier, so beschmutzen sie das gesamte Nest und das Gefieder der Brutente, woraufhin diese das Gelege aufgibt. Leider haben diesen Instinkt nicht mehr alle Hausenten, so dass ein Schieren der Eier notwendig ist, um unbefruchtete und abgestorbene Eier zu entfernen. Am zweckmäßigsten führt man das Schieren durch, wenn die Ente das Nest zum Baden und zur Nahrungsaufnahme verlässt. Da Enten sehr argwöhnisch sein können, was ihr Nest angeht, muss man dabei sehr vorsichtig sein. Hat die Ente das Nest beim verlassen bedeckt, so bedeckt man die Eier nach dem Schieren ebenfalls wieder, hat sie es nicht gemacht, so läßt man es ebenfalls unbedeckt. Manche Enten sind sogar so misstrauisch, dass sie sich die Lage auffälliger Blätter oder Halme in ihrem Nest merken. Der zweite Naturinstinkt bei Enten ist, dass Brutenten bei anhaltender kalter und ungünstiger Witterung ihr Gelege im Stich lassen, weil sie spüren, dass die Umweltbedingungen sich nicht für die Aufzucht ihrer Nachkommenschaft eignet.


Die Kunstbrut

Weil Naturbruten weder ausreichend noch jederzeit verfügbar sind, erlangte die Kunstbrut in der Geflügelzucht größte Bedeutung. Während der Naturbrut wird die optimale Bruttechnik durch die brütende Henne erzeugt. Die richtige Feuchtigkeit und Bruttemperatur sowie Frischluft und ausreichende Bewegung der Eier werden bei der Kunstbrut durch technische Mittel bereitgestellt und gewährleistet. Gelingt es, allen wesentlichen Brutfaktoren der optimalen Naturbrut und der Kunstbrut nachzuvollziehen, können bestmögliche Schlupfergebnisse erzielt werden. Das Brutergebnis wird aber in erster Linie von der Qualität der Bruteier bestimmt. Ferner kommt der Unterbringung des Kunstbrutgerätes eine gewisse Bedeutung zu. Stimmen alle diese Faktoren überein vermag die Kunstbrut auch wesentliche Vorteile gegenüber der Naturbrut aufzuweisen: Bessere Hygiene, kaum beschränkte Brutkapazität, jahreszeitliche Unabhängigkeit sowie wesentlich größere Zuverlässigkeit. Zusammen mit der Kunstbrut erlangte auch die künstliche Aufzucht größere Bedeutung. Dank dieser Hilfsmittel ist es dem Züchter ermöglicht worden, den Zuchtwert des Geflügels bedeutend besser zu nutzen.
Allgemeines:
Allgemeine Übersicht: Eine geringe Temperaturschwankung nach oben oder unten schadet den Keimen nicht, ist oft sogar besser als ständig nach zu regulieren. Geringe Temperaturschwankungen begünstigen den Luftaustausch im Ei.
Nach dem Einlegen der Bruteier müssen Sie das Gerät während der ersten 2 Tage geschlossen halten. Während dieser Zeit also nicht wenden (gilt nicht für Geräte mit vollautomatischem Wendeeinsatz) und auch nicht kühlen. Ab dem 3.Tag können Sie mit dem Wenden der Bruteier beginnen (bei vollautomatischem Wendeeinsatz ab dem ersten Tag).
Luftfeuchtigkeit: Die richtige Feuchtigkeit (Füllen der Wasserrinnen unter dem Drahtrost) ist sehr wichtig, um das Austrocknen der Eier zu vermeiden. Das Austrocknen können sie mit einer Schierlampe an der Luftblase im Ei kontrollieren (siehe Skizze). Ist die Luftblase zu groß, muss die Luftfeuchtigkeit erhöht werden. Kontrollieren Sie die Luftblase besonders an den Tagen die für die jeweilige Eierart angegeben sind.
Ab dem 10.Tag können Sie die Bruteier mit einer Schierlampe durchleuchten (schieren). Bei einem lebendem Ei kann man einen dunklen Punkt erkennen, von dem Blutäderchen weggehen. Ein unbefruchtetes Ei ist hell und läßt nur den Dotterschatten erkennen. Entfernen Sie die unbefruchteten Eier, da diese den lebenden eiern schaden. Legen Sie beim täglichen Kühlen möglichst die am Rand liegenden Eier in die Mitte der Brutmaschine und umgekehrt. Füllen Sie drei Tage vor dem zu erwartendem Schlupftage noch mal die Wasserrinnen und öffnen Sie das Gerät dann möglichst nicht mehr. Füllen Sie die Wasserrinnen grundsätzlich nur mit warmen Wasser. Nehmen Sie die geschlüpften Küken erst aus der Brutmaschine, wenn sie gut trocken sind (ca. 24 Stunden nach dem Schlupf). Bei starker Eischale können Sie als Schlupfhilfe die Feuchtigkeit zusätzlich noch erhöhen, indem Sie einen mit warmen Wasser getränkten Schwamm einlegen und die Bruttemperatur um ca. 1°Celsius erhöhen. Kühlen Sie die Bruteier für die in der Brutanleitung angegebene Zeit, indem Sie den Gehäusedeckel abnehmen. Das Kühlen ist wichtig, um einen Luftaustausch sowie Zufuhr von frischem Sauerstoff zu ermöglichen.
Brutraum: Am besten eignet sich ein Bruttraum, der unabhängig von der Außentemperatur ein ausgeglichenes Klima aufweist und ausreichend mit Frischluft versorgt wird. Bei 15 bis 20°Celsius und 40 bis 50% relativer Luftfeuchtigkeit liegt das optimale Brutraumklima. Das Brutgerät ist vor direkter Sonnenstrahlung zu schützen. Es wird auf einer stabilen Unterlage waagrecht aufgestellt und den Angaben des Herstellers entsprechend an das Stromnetz angeschlossen.
Brutgerät: Es gibt verschiedene Brutgeräte, grundsätzlich kann man alle Brutgeräte in zwei Arten einteilen: Motorbrüter und Flächenbrüter
Bei den Flächenbrütern wird die Luft durch Heizdrähte erwärmt, dass bedeutet, dass die Wärme ungleichmäßig im Raum verteilt ist, und die Eier bräuchten ja eigentlich alle die selbe Temperatur. Bei den Motorbrütern wird die Luft durch einen Ventilator im Raum umgewälzt und so eine gleichmäßige Temperatur im ganzen Brutapparat erreicht. Auch besteht bei den Flächenbrütern das Problem, dass sich durch die stehende Luft eine sauerstoffarme Schicht um die Eier bildet.
Um Informationen über die Handhabung des Brutgerätes und der technischen Einrichtung zu bekommen, sollten sie die Brut- und Gebrauchsanweisung der jeweiligen Brutmaschine genau durchlesen.
Einlage der Eier: Je nach Wendesystem werden die Eier auf die Spitze gestellt beziehungsweise auf die Längsseite gelegt. Man sollte, wenn möglich, etwa gleich große Eier zusammen in dieselbe Horde beziehungsweise in denselben Hordenteil geben. Die Horden beziehungsweise die Eier werden mit dem Einlagedatum gut gekennzeichnet. Das Brutgerät sollte mindestens 24 Stunden vor der Belegung mit frischen Bruteiern in kontrollierten Betrieb genommen werden.
Temperatur: Flächenbrüter (ohne Luftumwälzung) weisen ein mehr oder weniger starkes Temperaturgefälle zwischen Eioberseite und Eiunterseite auf. Um genaue Messwerte zu erhalte, ist das Brutthermometer so anzubringen, dass sich die Thermometerkugel unmittelbar an der Oberseite eines befruchteten Eis befindet.
Bei Motorbrütern ist min ganzen Brutraum die gleiche Temperatur, so dass eine gleichmäßige Bruttemperatur für jedes Ei gesichert ist. Das Brutthermometer ist regelmäßig durch Vergleichen mit einem geeichten Fieberthermometer im Wasserbad zu kontrollieren. Abweichungen können zum Beispiel durch Unterbrechungen der Quecksilbersäule entstehen. Gibt man ein solches Thermometer für kurze Zeit in das Tiefkühlfach des Kühlschrankes, kann dieser Mangel meist schon behoben werden. Auch sind die Wärmeregulierungseinrichtungen (Thermostat) sowie Luftumwälzungssysteme (Ventilator) auf ihre Funktion hin zu prüfen und gegebenenfalls entsprechend zu waren. Bei zu hoher Bruttemperatur wird die Brut beschleunigt, bei zu niedriger Temperatur wird sie verzögert. In beiden Fällen ist mit weniger vitalen oder sogar verkrüppelten Küken zu rechnen, die oft während der ganzen Aufzucht Probleme machen. Grundsätzliche können schon geringe Abweichungen von 2 bis 3°Celsius über der normalen Bruttemperatur für die Brut verderblich sein. Gelegentliche Temperaturschwankungen nach unten gefährden die Brut weniger. Bei genauer Einhaltung der Bruttemperatur erfolgt der Schlupf von gesunden und kräftigen Küken genau am berechneten Schlupftag innerhalb weniger Stunden.
Feuchtigkeit: Durch Verdunstung des Wassers im Brutgerät wird die erforderliche Luftfeuchtigkeit erzeugt. Bei optimalem Brutraumklima kann man durchaus mit diesem System zurecht kommen. Die relative Feuchtigkeit wird mit einem Haarhygrometer oder einem feuchten Thermometer (psychrometrisches Prinzip) gemessen. Beide Systeme können ungenau werden, wenn sie nicht ständig kontrolliert und gewartet werden.
Wenden und Kühlen: Gewendet wird bei den Brutgeräten ohne Wendeautomatik ab dem 3.Bruttag bis 3 Tage vor dem Schlupf. Die Wendung sollte in regelmäßigen Zeitabständen vorgenommen werden. Die Häufigkeit der Wendung richtet sich nach der Eierart und wird vom Hersteller in der Gebrauchsanweisung angegeben. Durch das Wenden der Eier wird die Entwicklung des Embryos günstig beeinflusst. Geräte mit vollautomatischer Wendeeinrichtung ermöglichen ein mehrmaliges, schonendes und zuverlässiges Wenden, verteilt auf 24 Stunden je Tag. Mit einer speziellen Kühlsteuerung (Zeitschaltuhr) ist es möglich, die Heizung während einer gewünschten Zeit von etwa 30 bis 90 Minuten zu unterbrechen. Dadurch wird der Frischluftaustausch im Ei beschleunigt, was die Entwicklung des Embryos ebenfalls günstig beeinflusst.
Schlupf: Mit der Umlage des Brutgutes in die Schlupfhorde beginnt für das werdende Küken der Schlupfprozess. Das Küken pickt die Eischale durch und sprengt sie. Während dieser Zeit ist eine erhöhte Luftfeuchtigkeit zweckmäßig. Obwohl die Neugier beim Menschen kaum zu bremsen ist, muss mit aller Deutlichkeit darauf hingewiesen werden, dass das Brutgerät während des Schlupfprozesses auf keinen Fall geöffnet werden kann. Bei jedem Öffnen des Brutgerätes fällt das Schlupfklima zusammen, was zur Folge hat, dass die Eihaut zäh und ledrig wird. Dadurch wird der Schlupf für das Küken stark erschwert. Die schlüpfenden Küken werden empfindlich geschädigt und verenden bereits während des Schlupfes. Ein häufiger Fehler ist die zu frühe Entnahme der Küken aus dem Schlupfgerät. Geschlüpfte Küken verbleiben am besten während der ersten 24 Lebensstunden bei optimalem Klima im schützenden Schlupfgerät. Werden die Küken, ehe sie richtig abgetrocknet sind und ehe sie sich vom Schlupfprozess erholt haben, aus dem Schlupfgerät zu einem meist zu wenig erwärmten Aufzuchtplatz gebracht, sind die Aufzuchtprobleme vorprogrammiert.
Desinfektion der Brutmaschine: Das Brutgerät sollte nach jedem Schlupf gründlich gereinigt und anschließend desinfiziert werden. Handelsübliche keim- und pilztötende, richtig angewendete Breitspektrumdesinfektionsmittel sind dazu bestens geeignet. Eine zuverlässige Desinfektion des Brutgerätes erreicht man mit Formalin/Kaliumpermanganat. Für ein Brutgerät mit einer Eikapazität von 50-100 desinfiziert man folgendermaßen: Eine 1-l-Blechdose in einem hitzebeständigen Teller in das Brutgerät stellen. 5g Kaliumpermanganat und 7g Formalin in die Dose geben; das Brutgerät gut verschließen und das Desinfektionsmittel etwa 30 Minuten einwirken lassen. Größere Brutgeräte benötigen beim gleichen Mischungsverhältnis einen entsprechend größeren Desinfektionsmittelanteil.
ACHTUNG: Verwenden Sie für Brutgeräte aus Thermalplastik nur solches Desinfektionsmittel, welches für Styropor geeignet ist.

Brutfehler, Ursachen und deren Behebung
Feststellung Mögliche Ursache Behebung
1. Unbefruchtete Eier, Eier ohne Embryo    
  nicht befruchtet Zuchtfähigen Hahn zu maximal sechs Hühnern setzen.
  überlagert Eier mehrmals einsammeln, rasch abkühlen und nicht über 10 Tage lagern.
  Zuchttiere über- oder unterernährt Vielseitige Ernährung der Elterntiere (Keimfutter), auf Endo- und Ektoparasiten kontrollieren
2. Abgestandene Eier    
  zu hohe Bruttemperatur Thermometer überprüfen, Brut-temperatur überwachen, Wärme- und Kühleinwirkungen von außen vermeiden
  zu niedrige Lagertemperatur Bruteier zwischen 10 und 15°C lagern.
  ungenügendes Wenden, kranke Elterntiere Wendeautomatik kontrollieren, Zuchttierbestand kontrollieren.
3. Voll entwickelte Küken in der Schale    
  ungenügendes Wenden Wendeautomatik kontrollieren
  erbliche Fehler Bei der Auswahl der Zuchttiere auf gute Schlupffähigkeit achten.
  falsche Bruttemperatur Thermometer überprüfen, Brut-temperatur überwachen, Wärme- und Kühleinwirkungen von außen vermeiden
4. Küken stecken geblieben    
  zu niedrige Feuchtigkeit Hygrometer überwachen
  zu niedrige Bruttemperatur Bruttemperatur überwachen
5. Geschlüpfte Küken mit Schlupfschäden    
a) Verklebte Küken ungenügende Feuchtigkeit während des Schlupfes Luftfeuchtigkeit während des Schlupfes erhöhen
b) Verschmierte, große, weiche Küken zu feucht, Frischluftmangel, zu trocken während der Vorbrut Weniger Feuchtigkeit, Lüftung erhöhen, Abkühlung und Luftfeuchtigkeit überwachen.
  zu niedrige Bruttemperatur Thermometer überprüfen und Bruttemperatur überwachen
c) Eidotter nicht eingezogen, kurzer Flaum zu hohe Bruttemperatur, bzw. zu große Temperaturschwankungen Thermometer überprüfen und Bruttemperatur überwachen
  zu trocken gebrütet Feuchtigkeitsmesser kontrollieren und gegebenenfalls waren
d) Zu kleine Küken zu kleine Bruteier Bruteiergewicht kontrollieren
  zu warm, bzw. zu trocken gebrütet Bruttemperatur und Feuchtigkeit überwachen
e) Küken tot in der Schlupfhorde Nabelinfektion durch ver-schiedene Krankheitserreger Desinfektion des Brutgerätes, insbesondere während des Schlupfes
f) Früh- bzw. Spät-schlupf der Küken, blutiger Nabel Zu hohe bzw. zu niedrige Bruttemperaturen Zuchttierbestand neu überprüfen (selektionieren)
g) Mißbildungen: Kreuzschnabel, fehlende Augen, verkrümmte Zehen Elterntierbestände mit Fehlern in der Erbmasse Thermometer überprüfen und Bruttemperatur überwachen
  Bruttemperaturfehler Thermometer überprüfen und Bruttemperatur überwachen

Spezielles bei den Hühnern:
Brutdaten: diese Daten sind speziell bei Hühnern zu beachten:
· Brutzeit: 21 Tage
· Bruttemperatur: 101°F (38,3°C)
· Feuchtigkeit: ab dem 10.Tag 45% (Wasserrinnen Nr.1 füllen) und ab dem 18.Tag 55% (Wasserrinnen Nr. 1+2 füllen)
· Wenden: ab dem 3. Tag die Eier 3mal wenden
· Kühlen: einmal täglich circa 10 Minuten kühlen
· Luftblase: die Luftblase besonders am 7. Und 14. Tag kontrollieren

Spezielles bei den Enten:
Brutdaten: diese Daten sind speziell bei Enten zu beachten:
· Brutzeit: 28-33 Tage (Warzenenten brauchen 33 Tage)
· Bruttemperatur: 101°F (38,3°C) während der ersten 21 Tage, danach 102°F(38,9°C).
· Feuchtigkeit: von Anfang an ca. 65% (Wasserrinnen Nr. 1+2 füllen). Ab dem 26. Tag zusätzlich die Wasserrinnen Nr. 3 füllen.
· Wenden: ab dem 3. Tag die Eier täglich 2mal wenden
· Kühlen: vom 7. Bis 21 Tag täglich circa 20 Minuten kühlen.
· Luftblase: die Luftblase besonders am 7. Und 14. Tag kontrollieren
Allgemeines zur Kunstbrut bei Enten: Um wirklich gute Ergebnisse mit der Kunstbrut zu erzielen müssen Temperatur, relative Luftfeuchtigkeit, Luftaustausch und Wenden der Eier genau aufeinander abgestimmt sein. Man teilt die gesamte Brutdauer in die sogenannte Vorbrut und Schlupfbrut ein. Während der Vorbrut muss die Temperatur zwischen 37,6 und 37,8°C liegen, in der Schlupfbrut ist sie um 0,3° zu senken. Temperaturschwankungen wirken sich ungünstig auf die Entwicklung des Embryos aus. Bei einem Grad Untertemperatur kann der Embryo schon absterben, vor allem in den ersten 20 Tagen. Später werden längere Auskühlungsphasen eher toleriert, der Schlupf verzögert sich dabei allerdings wesentlich. Höhere Temperaturen während der ersten Tage führen immer zum Absterben der Eier, gegen Ende hin findet ein beschleunigtes Wachstum statt, so dass Missbildungen oder verfrühter Schlupf vorkommen. Zu früh geschlüpfte Küken haben in der Regel später eine Nabelschnurentzündung. Aber auch bei äußerlich nicht sichtbaren Anzeichen liegen oftmals Wachstumsstörungen, Verdauungsschwierigkeiten oder andere Deformationen vor. Dieselben Probleme können auch bei schlecht gewendeten oder zu alten Eiern auftreten.
Die relative Luftfeuchtigkeit sollte in der Vorbrut zwischen 45 und 50% liegen, in der Schlupfbrut bei 75 bis 80%. Zu hohe Luftfeuchtigkeit gegen das Ende hin führt zu schwachen und verklebten Küken, zu niedrige Luftfeuchtigkeit dagegen dickt den Dotter ein und es kann zu ungenügender Verwachsung und zum Absterben der Küken führen.
Eine ausreichende Luftzirkulation im Brüter ist nötig, um Temperatur und Feuchtigkeit gleichmäßig zu verteilen. Aber auch Frischluft muss zugeführt und verteilt werden. Am einfachsten kann dies durch Öffnen des Brutapparates geschehen. Dadurch erhalten die Eier gleichzeitig auch die notwendige Kühlung. Besonders in der dritten und vierten Woche, in welcher der Embryo bereits Stoffwechsel zeigt, ist Frischluft notwendig, da sich vermehrt Kohlendioxid anhäuft. Daher ist es günstig Enteneier ab dem vierten Bruttag täglich zwei bis dreimal 15-25 Minuten zu kühlen. Dabei sollte die Eitemperatur auf 30°C absinken, danach aber wieder rasch ansteigen.
Ab dem 2.Bruttag sollten die Eier mindestens dreimal täglich gewendet werden, wobei in den ersten acht Tagen weniger häufig gewendet werden braucht. Bei der Wendung dürfen die eier aber immer nur in eine Richtung um jeweils circa 160° gedreht werden.
Die Kunstbrut bei Warzenenten erfordert eine etwas andere, aber konsequentere Vorgehensweise. Die Eier brauchen nur zweimal täglich gedreht werden, jeweils um 180°C. Da diese Art jedoch 35 Tage benötigt, verschieben sich alle Angaben um die entsprechenden Tage.
Die Stellung des Eies beim Schlupf hat eine große Bedeutung für einen guten Schlupf. Denn liegt das stumpfe Ende mit der Luftblase erhöht, ist es für das Entlein möglich rechtzeitig die Eihaut zu durchstoßen und so den Sauerstoff aus der Luftkammer zu nutzen. Zeigt jedoch das spitze Ende nach oben, dreht sich das Küken mit dem Kopf dorthin, und stirbt so an Sauerstoffmangel.




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